GR: Nach dem Referendum in den Abgrund

Das Land ist längst zahlungsunfähig und wird seit Jahren nur noch künstlich am Leben erhalten. Warum? Weil eine Staatspleite zur Fälligkeit von Kreditausfallversicherungen führen, zahlreiche internationale Großbanken in den Abgrund reißen und das Weltfinanzsystem damit zum Einsturz bringen würde.

 

Die Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF hat nie vorgehabt, Griechenland wirtschaftlich wieder auf die Beine zu stellen. Ihr einziges Ziel bestand von Anfang an darin, den Zusammenbruch des globalen Finanzsystems zu verhindern. Die Zwangsverwaltung des Landes durch die Troika hat die Schuldigen an der Krise – Investoren, Spekulanten und gewissenlose Banker – ungeschoren davonkommen lassen und ihre Folgen auf das Volk und insbesondere dessen schwächste Teile – Arme, Alte und sozial Schwache – abgewälzt.

Der Plan der Troika für Griechenland

Die Troika hat für Griechenlands Zukunft längst einen Plan gefasst, bei dem der Ausgang des Referendums überhaupt keine Rolle spielt. Stimmen die Griechen mit Ja, werden Tsipras und Varoufakis politisch keine Rolle mehr spielen. Stimmt die Mehrheit der Griechen mit Nein, wird Syriza das auch nicht helfen, denn dann wird sie entgegen allen anderslautenden Behauptungen weitaus größere Zugeständnisse machen müssen als bisher.

 

Warum? Einerseits, weil sich die Troika mit ausstehenden Krediten von über 250 Mrd. Euro selbst in höchster finanzieller Bedrängnis befindet. Zum anderen, weil sie wegen der übrigen Probleme in Südeuropa zeigen muss, wie sie mit einem Volk umgeht, das es wagt, sich ihrer Zwangsverwaltung zu widersetzen. Vor allem aber muss die Troika unbedingt sicherstellen, dass das Land für internationale Investoren wieder lukrativ wird. Dazu wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auf folgende zwei Maßnahmen zurückgreifen:

 

Um zumindest einen Teil der Griechenland ohne Sicherheiten als Nothilfe geleisteten Gelder der Emergency Liquidity Assistance (ELA), insgesamt mittlerweile um die 100 Mrd. Euro, zurückzuholen, wird sie einen Bail-In vornehmen. Das heißt, die Troika wird die von Syriza verfügte Schließung der Banken nutzen und auf die Gelder von Einlegern und Sparern zurückgreifen – so wie bereits 2013 in Zypern. Hunderttausende Griechen werden einen großen Teil ihrer Ersparnisse, wenn nicht alles, verlieren. Die juristischen Grundlagen dafür sind in Brüssel längst geschaffen.

Dies sind nur Auszüge, es lohnt den ganzen Artikel zu lesen:

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/48756-gr-nach-dem-referendum-in-den-abgrund

Passend zum Thema und nach wie vor höchst aktuell, diese recht gute ARTE Doku über die kriminellen und erbarmungslosen Machenschaften der Troika:

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